Nordmilch und Dr. No (Mo)

Die gute alte Nordmilch, was ist los?
Ja, es paßt so gut, der Inhalt des ersten James Bond Films „ Auf der Jagd nach Dr. No“ .
imagesDr. No hat einen Plan, er versucht mit Hilfe von Energiewellen die Welt zu beherrschen. Bond vereitelt den Plan.
Da ich für Film-Bösewichte immer etwas übrig habe, bin ich auf meiner Suche nach einem Pseudonym (um Nordmilch-Nachrichten zu veröffentlichen) auf den Namen Dr. Mo gekommen, allerdings mit - zum Bond Film - vertauschten Rollen.

_________

Dr. Mo war in den letzten Wochen im Nordmilch-Tower; da wo man beobachten kann, wie die Flieger abheben, was vielleicht auch das eine oder andere Mitglied im Nordmilch Management in den letzten Jahren dazu bewegt hat, etwas ähnliches zu tun.
Also dieser Dr. Mo hilft Bauern, die ihre Milch nicht an die Nordmilch abliefern wollen.

Das Kartellamt hat 1999 einen Bericht dazu angefertigt, der hier als Download bereitsteht.
Auszug:

Die Stellung kleinerer Molkereien, die als Absatzalternativen für die Erzeuger dienen, wird dadurch gestärkt, daß durch die Herstellung eines Milchkonzentrates Milch über weitere Strecken transportfähig ist. Diese kleineren Unternehmen werden dadurch in die Lage versetzt, große milchverarbeitende Unternehmen zu beliefern. Die Kosten des für die Herstellung des Milchkonzentrates notwendigen Verdampfers liegen nicht so hoch, daß sie von seinem Einsatz abhalten.


Dr. Mo versucht so etwas. Deshalb wird Dr. Mo eingeladen, in den Nordmilch-Tower, zum Gespräch.
Der Nordmilch-Tower versucht Dr. Mo davon zu überzeugen, daß es für Milchbauern nur eine Möglichkeit gibt, an der Wertschöpfung teilzuhaben, nämlich die Genossenschaft. Dr. Mo pariert diesen Angriff mit einem Verweis auf die Nordmilch-Zahlen der letzen Jahre und dem Hinweis, daß er davon (mit Hilfe der Nordmilch an der Wertschöpfung teilzuhaben) noch nicht viel gemerkt hat.
Im Laufe des Gespräches zeigt sich der Nordmilch-Tower enttäuscht darüber, daß viele Milchbauern schon bei einem Milchpreis von 25 Cent den Schwanz einziehen.
Dr. Mo kontert, daß er sehr wohl für 25 Cent produzieren könnte, wenn er denn 150 ha Land sein Eigentum nennen könnte, über eine große Milchquote (natürlich schon 1983 zugeteilt) verfügen würde und auch keine Altenteiler ernähren müsste. Aber leider sieht das, wie bei den meisten Bauern auch, anders aus.

Das erst einmal ein Einstieg in die Serie Dr. Mo auf Milchportal.

Es ist schon etwas gruselig - das Management scheint wirklich irgendwann einmal die Verbindung zu den eigentlichen Eigentümern gekappt zu haben. Der Brief von S. Tomat ,hier als pdf-Datei, schafft da noch Sympathie für den jetzigen Nordmilch-Boss, weil es scheinbar auch in ihm ein wenig menschelt.